Die Forschungszulage ist längst nicht mehr nur für klassische Hightech-Unternehmen interessant. Vom Maschinenbau über die Fertigungstechnik bis hin zur Softwareentwicklung profitieren Unternehmen unterschiedlichster Branchen von der steuerlichen Förderung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Die folgenden Praxisbeispiele zeigen, welche Projekte förderfähig sein können und welche Förderbeträge sich daraus ergeben.
Branche: Maschinenbau – Förder- und Lagertechnik
Ein Unternehmen entwickelte ein innovatives 3D-Fördersystem für den Einsatz in automatisierten Hochleistungslagersystemen. Ziel war es, Materialflüsse effizienter zu gestalten und die Leistungsfähigkeit moderner Logistiksysteme deutlich zu erhöhen.
Projektkennzahlen
Personalkosten: 1.100.000 €
FuE-Aufträge: 200.000 €
Gesamtprojektkosten: 1.300.000 €
Ergebnis der Forschungszulage
Forschungszulage: 305.000 €
Förderquote: 23,5 %
Branche: Maschinenbau sowie Draht- und Rohrverarbeitung
Entwickelt wurde eine modulare und mobile Rohrbiegemaschine mit berührungslosem Messsystem sowie einer integrierten Rückführungssoftware. Dadurch sollen Präzision, Flexibilität und Prozesssicherheit bei der Rohrbearbeitung verbessert werden.
Projektkennzahlen
Personalkosten: 440.000 €
FuE-Aufträge: 50.000 €
Gesamtprojektkosten: 490.000 €
Ergebnis der Forschungszulage
Forschungszulage: 117.500 €
Förderquote: 24,0 %
Branche: Software / E-Mobilität
Ein Softwareunternehmen entwickelte eine cloudbasierte Plattform zur Vernetzung und Steuerung von Ladeinfrastruktur. Ziel war eine skalierbare Lösung zur Verwaltung, Überwachung und Integration von Ladesystemen.
Projektkennzahlen
Personalkosten: 900.000 €
FuE-Aufträge: 970.000 €
Gesamtprojektkosten: 1.870.000 €
Ergebnis der Forschungszulage
Forschungszulage: 370.500 €
Förderquote: 19,8 %
Die Beispiele zeigen, dass die Forschungszulage branchenübergreifend eingesetzt werden kann. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgröße oder Branche, sondern ob ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Ob Maschinenbau, Fertigungstechnik oder Softwareentwicklung: Je nach Projektumfang können schnell sechsstellige Förderbeträge entstehen. Eine frühzeitige Prüfung der Förderfähigkeit schafft Planungssicherheit und stellt sicher, dass das Potenzial der Forschungszulage vollständig ausgeschöpft wird.
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