Foto: Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann © AiF Projekt GmbH
Der AiF-Innovationstag am 11. Juni 2026 in Berlin hat erneut gezeigt, wie viel Ideenreichtum, technologische Substanz und Umsetzungskraft im deutschen Mittelstand steckt. Gerade in einer wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Zeit wurde auf dem Campusgelände der AiF sichtbar: Innovation in Deutschland lebt – und sie entsteht dort, wo Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Netzwerke und Förderinstrumente zusammenwirken.
Für Torsten Volkmann, Vorstand der Spitzmüller AG, war der Innovationstag auch in diesem Jahr ein besonderes Highlight. Schon die Anreise setzte ein positives Zeichen: nonstop mit der Bahn von Offenburg nach Berlin – und sogar eine Minute früher als geplant am Ziel. Auch das zunächst kritisch angekündigte Wetter drehte sich vollständig. Statt Regen erwartete die Teilnehmenden eine frühlingshafte, fast sommerliche Atmosphäre.
Damit war der Rahmen gesetzt für einen Tag, der vor allem eines vermittelt hat: Zuversicht.
Innovation wird sichtbar
Auf dem Innovationstag blieb Innovation nicht abstrakt. Sie war sichtbar, greifbar und erlebbar: in Pitches, Projektpräsentationen, ausgezeichneten ZIM-Vorhaben und zahlreichen Gesprächen mit mittelständischen Unternehmen.
Besonders erfreulich war aus Sicht der Spitzmüller AG, dass in diesem Jahr mehrere Kunden vor Ort vertreten waren, darunter die zebris Medical GmbH und die IMSTec GmbH. Für ein Beratungsunternehmen ist es ein besonderer Moment, wenn aus einer Fördermittelbeantragung, einer Projektidee und vielen Abstimmungsrunden am Ende reale Ergebnisse entstehen.
Genau das zeigte der Innovationstag: Aus Ideen werden Projekte. Aus Projekten werden Produkte, Technologien und Lösungen. Und aus guter Innovationsförderung entsteht konkreter Fortschritt.
Foto: Torsten Volkmann und Wolfgang Brunner (zebris Medical GmbH)
ZIM zeigt die Kraft des Mittelstands
Ein zentraler Bestandteil des Programms waren auch die Verleihung der ZIM-Preise sowie die Vorstellung verschiedener Projekte aus den Bereichen Kooperation, Einzelprojekt, Handwerk und Netzwerk.
Diese Auszeichnungen machten deutlich, wie breit Innovationsförderung in Deutschland wirken kann. ZIM steht dabei für mehr als finanzielle Unterstützung. Das Programm schafft Vernetzung, bringt Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, fördert strukturierte Entwicklungsprozesse und ermöglicht neue Produkte, Verfahren und Geschäftsmodelle.
Aus rund 20 Jahren Erfahrung in der Fördermittelberatung zeigt sich: Viele Unternehmen entwickeln sich durch ZIM-Projekte deutlich weiter. Sie professionalisieren ihre Entwicklungsarbeit, bauen neue Strukturen auf, investieren in Know-how und werden dadurch widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Herausforderungen.
ZIM ist deshalb nicht nur ein Förderprogramm. Es ist ein Instrument zur Zukunftssicherung des Mittelstands.
Politisches Signal: Nicht bei Innovation sparen
Gerade vor dem Hintergrund aktueller haushaltspolitischer Zwänge braucht es klare politische Prioritäten. Natürlich kann es Situationen geben, in denen Einsparungen notwendig sind. Entscheidend ist aber, wo gespart wird.
Wenn Einsparungen ausgerechnet bei ZIM oder anderen Innovationsprogrammen ansetzen, wäre das ein schlechtes Signal. Denn wer bei Innovation spart, spart an der Zukunftsfähigkeit des Landes.
Innovation ist einer der wichtigsten Rohstoffe Deutschlands. Sie entsteht nicht zufällig, sondern dort, wo Unternehmen den Mut haben, neue Wege zu gehen, Risiken einzugehen, Wissen aufzubauen und Entwicklung systematisch voranzutreiben. Genau dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und Förderinstrumente, die Forschung, Entwicklung und Umsetzung ermöglichen.
Mittelstand als Träger von Verantwortung
Der Innovationstag hat erneut gezeigt, welche besondere Rolle mittelständische Unternehmen in Deutschland spielen. Viele dieser Unternehmen sind tief in ihrer Region verwurzelt. Sie übernehmen Verantwortung, denken langfristig und nachhaltig und optimieren nicht nur auf kurzfristige Ergebnisse.
Sie entwickeln nicht nur Produkte. Sie schaffen Arbeitsplätze, bauen Know-how auf, sichern Standorte und investieren in Zukunftsperspektiven.
Diese Haltung macht den deutschen Mittelstand stark. Und sie macht deutlich, warum Innovationsförderung nicht als Kostenblock betrachtet werden darf, sondern als Investition in wirtschaftliche Substanz, technologische Kompetenz und Resilienz.
Pflicht zur Zuversicht
Ein prägender Moment des Innovationstags war der Vortrag von Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung. Besonders hängen blieb der Gedanke der „Pflicht zur Zuversicht“.
Dieser Satz passt zur aktuellen Lage. Die Herausforderungen sind groß: wirtschaftliche Unsicherheit, Kostendruck, Bürokratie, internationale Wettbewerbsverschiebungen und haushaltspolitische Zwänge. Aber Stillstand ist keine Lösung.
Zukunft entsteht nicht durch Abwarten. Zukunft entsteht durch Anpacken, Vernetzen, Entwickeln und Umsetzen.
Der Innovationstag war dafür ein starkes Beispiel. Er zeigte eine Atmosphäre des Mutes, der Offenheit, der Kreativität und des unternehmerischen Willens, trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterzumachen.
Fördermittelberatung als Teil des Innovationssystems
Für die Spitzmüller AG ist es Antrieb und Verantwortung zugleich, Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten. Fördermittelberatung ist dabei mehr als reine Antragsarbeit. Sie kann helfen, Innovationsprojekte zu strukturieren, Entwicklungsziele klarer zu fassen, Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen und Projekte professionell umzusetzen.
Natürlich ist Beratung nur ein kleines Zahnrad in einem großen Innovationssystem. Aber wenn sie dazu beiträgt, dass mittelständische Unternehmen ihre Ideen realisieren können, entsteht daraus ein wertvoller Beitrag.
Fazit: Innovation lebt
Der AiF-Innovationstag 2026 war ein Tag des Mutes, der Zuversicht, des Netzwerks, der Offenheit und der Kreativität. Er hat gezeigt, wie viel Innovationskraft im deutschen Mittelstand steckt – und wie wichtig es ist, diese Kraft weiter zu stärken.
Die zentrale Botschaft bleibt klar:
Innovation lebt. Der Mittelstand kann Zukunft. Und Zuversicht entsteht dort, wo Menschen ins Handeln kommen.
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