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Dienstag, 18 Juni 2019 15:32

Stahlhart Energie und Rohstoffe sparen

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Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) zu Besuch bei econsteel Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) zu Besuch bei econsteel

„Stahl ist dank des anhaltenden Baubooms und der gut laufenden Wirtschaft gefragt. Doch seine Herstellung ist sehr rohstoff- und energieintensiv. Ein neues Verfahren der Firma econsteel kann einen wichtigen Fortschritt für den Umweltschutz bedeuten“, sagt Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU.

Zum Start des neuen Projektes der Firma in Rottweil, welches durch die DBU gefördert wird, überzeugte sich der Generalsekretär persönlich vom aktuellen Stand der Dinge.

Nachdem econsteel in einem vorangegangenen DBU-Projekt eine neue Sorte von Stahl entwickelt hatte, soll nun ein mechanisches Bearbeitungsverfahren zum Härten der Oberfläche erarbeitet werden. Läuft das erfolgreich, könnte die Kombination aus neuem Werkstoff und mechanischem Härten zukünftig knapp 99 Prozent der Treibhausgase gegenüber dem bisherigen Herstell- und Produktionsprozess einsparen. Zudem entsteht praktisch kein Materialabfall in Form von Spänen mehr, was die Ressourceneffizienz weiter steigert.

„In dem Vorläufer-Projekt haben wir ‒ auch dank der Förderung der DBU ‒ erfolgreich eine neue Werkstoffklasse von Stahl entwickelt und erprobt, deren Produktion weniger Energie und Rohstoffe benötigt. In dem Folgeprojekt wollen wir nun mithilfe eines speziellen mechanischen Bearbeitungsverfahrens für diesen Werkstoff noch mehr einsparen“, sagt econsteel-Geschäftsführer Ralf Schaaf. Seine Firma hat entdeckt, dass sich die Oberfläche der im Vorläufer-Projekt entwickelten Stahlsorte im Unterschied zu herkömmlichen Stählen durch einen rein mechanischen Vorgang ‒ das sogenannte Rollieren ‒ so gut verfestigen lässt, dass dadurch konventionelle Härteverfahren ersetzt werden können. Dadurch seien neue effiziente Anwendungen in höchster Qualität möglich.

Kann das Verfahren erfolgreich umgesetzt werden, könne es in Kombination mit dem neuen Werkstoff aufgrund der breiten Anwendbarkeit in der Industrie rund 53.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr allein in Deutschland einsparen, das entspricht in etwa dem Ausstoß einer Kleinstadt mit 4.500 Einwohnern.

Die DBU fördert deshalb das Projekt fachlich und finanziell mit 125.000 Euro.