Blog

Freitag, 27 September 2019 15:09

Heißes Eisen – Neue filigrane Bauelemente aus Stahl und Beton ermöglichen hohe Traglasten bei höchster Ästhetik

Artikel bewerten
(2 Stimmen)

In den letzten dreißig Jahren hat sich die Jahres-Rohstahlerzeugung an nichtrostenden Stählen vervierfacht. Die Vorteile von nichtrostenden Stählen ist die sehr gute Korrosionsbeständigkeit und die Langlebigkeit. Ein Nachteil sind allerdings die hohen Materialkosten. Aus diesem Grund wird dieses Bauelement bislang nicht im Hochbau eingesetzt. Bislang …

Aufgrund der sehr hohen Materialkosten werden Bauelemente aus rostfreiem Stahl im Hochbau, trotz der vielen positiven Eigenschaften, bis heute kaum eingesetzt.

Das Unternehmen Seyfried Metallbau GmbH hat in Kooperation mit dem KIT Stahl- und Leichtbau Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine die Hybrid-Stützen „Perfecto“ entwickelt, um die Vorteile des Materials zu nutzen und die Kostennachteile zu eliminieren. Mit einem völlig neuen Lösungskonzept zur Herstellung von Bauelementen haben die Kooperationspartner mit der Hybrid-Stütze ein neuartiges Konzept entwickelt.

Die Form der Hybrid-Stütze erinnert an eine Zigarrenform. Das neue Bauelement ist sehr robust und hat dazu noch eine sehr ästhetische Form. Die Produktion der Stützen ist genauso einzigartig wie innovativ. Blechplatinen, welche zueinander deckungsgleich sind, werden übereinandergelegt und am Rand miteinander verschweißt. Über ein Ventil wird der Verbund mittels Wasserdruck in eine faltenfreie und räumliche Struktur gedrückt. Anschließend kann die Befüllung mit Beton erfolgen.

Die Hybrid-Stützen können in einer Größe von bis zu sechzehn Metern hergestellt werden. Neben den bautechnischen Vorteilen unterstützen die stabförmigen Bauelemente auch innovative architektonische Lösungen. Sie können als Bauelemente mit verschiedenen Funktionen in Tragwerken genutzt werden, wie beispielsweis als Pendelstützen oder auch als komplexe Trag- bzw. Fachwerkstruktur. Die Stützen realisieren, bei vergleichsweise geringerem Materialeinsatz, die gleichen Traglasten, wie konventionelle Stützen. Zudem können sie mit unterschiedlichen Oberflächenqualitäten - satiniert bis spiegelpoliert, hochglänzend oder farbig - das Erscheinungsbild von Gebäuden sehr positiv gestalten. Dieses neuartige Konzept ermöglicht, durch die spezielle Form und das Herstellungsverfahren, auch die Einsparung von Material und Kosten in der Fertigung von Bauelementen.

Die Spitzmüller AG betreute das gesamte Projekt von der Skizze bis hin zum fertigen Produkt. Somit konnten sich die Kooperationspartner Seyfried Metallbau GmbH und das KIT Stahl- und Leichtbau erfolgreich auf das Projekt konzentrieren. Mit Hilfe der jahrelangen Erfahrung der Spitzmüller AG und über 11.000 erfolgreich durchgeführte Projekte, konnte nun ein weiteres neues Produkt und Verfahren auf den Markt gebracht werden.