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Freitag, 09 März 2018 15:26

Prozesssicheres und reproduzierbares Verfahren zur Mikromattierung mittels Oberflächenlaserung für gebogene Flachglasscheiben

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Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützte die Fischer GmbH bei der Entwicklung eines prozesssicheren Verfahrens zur Mikromattierung von gebogenen Flachglasscheiben sowie bei der Konstruktion einer Laseranlage zur Erreichung einer homogenen Flachglasreflexionstechnik.

Die Fischer GmbH wurde 1994 von Herrn Thomas Fischer gegründet. Zu Beginn waren die Bereiche Stromversorgung und Beleuchtung auf die einfache Funktionalität begrenzt. Seit 2015 hat die Fischer GmbH ihren Sitz im Gewerbepark Breisgau.

Die Anforderungen an die Gebäudetechnik wurden im Laufe der Jahre mit neuen Techniken und wachsender Vernetzung komplexer. Neben der reinen Beleuchtung und der reinen Stromversorgung wurde die lichttechnische Raumgestaltung immer wichtiger. Mittlerweile hat sich das Unternehmen durch seine individuellen wie nachhaltigen Lösungen im In- und Ausland einen exzellenten Ruf erworben.

Heutzutage hat sich die Fischer GmbH auf die Entwicklung des tomfish® Flächenlichtglases spezialisiert. Dies ist ein eigens entwickeltes, innovatives Flächenlichtglas, das als architektonisches Bau- und Funktionselement im Außen- und Innenbereich eingesetzt werden kann.

Leuchtschienen zur Glasbeleuchtung werden heute zur indirekten Beleuchtung eingesetzt. In einem vorherigen Projekt hat die Fischer GmbH ein auf Glas seitlich aufsteckbares modulares Schienensystem entwickelt. Mit einem Band aus spezifisch angeordneten LEDs wird eine großflächige Einkopplung von Licht in das Flachglas erreicht. Durch Lasertechnik wird im Innenbereich des Flachglases eine Reflexionsstruktur eingebracht, die das eingekoppelte Licht umlenkt und so verteilt, dass eine homogene Lichtverteilung stattfindet.

Im Rahmen des durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten Einzelprojekts (ZIM EP) erweiterte die Fischer GmbH die Technologie auf gebogenes Glas, wobei die Stromschiene flexibel einsetzbar und mit LEDs ausgestattet ist. Weiterhin wurde ein prozesssicheres Verfahren mit Innenlaserung und Auflasergravur entwickelt, um die Reflexionsstruktur in das gebogene Flachglas ohne Ausschussanteile einbringen zu können. Die Lasertechnik und die Entwicklung eines Laminierverfahrens zur Veredelung des Flachglases mit Dünnsteintechnik und Echtholzfurnier bildeten weitere Entwicklungsinhalte des Vorhabens.

Unterstützt und begleitet wurde das Entwicklungsvorhaben von der Spitzmüller AG, die eine optimale Projektfinanzierung realisieren konnte und das Unternehmen während der gesamten Laufzeit des Projekts betreute.