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Freitag, 26 Januar 2018 17:18

Handelsplätze für die digitale Wirtschaft von Morgen

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Dank neuer Technologien und findiger Anbieter ist der Weg zur eigenen Cloud-Plattform auch für Startups und Mittelständler leichter geworden

Informationen seien das Öl des 21. Jahrhunderts, hört man oft – und es wäre keine Übertreibung, sie auch noch den Zucker, den Pfeffer, den Purpurfarbstoff und das Gold des modernen Zeitalters zu nennen. „Information as a Service“ ist das Schlagwort hinter dem Geschäftsmodell vieler Startups und auch immer mehr etablierter Unternehmen, die, aus traditionellen Geschäftszweigen kommend, neue digitale Geschäftsfelder entdecken wollen.

Und doch sind Informationen keine Ware wie jede andere, lassen sie sich doch, anders als die wertvollen Frachtgüter vergangener Jahrhunderte, nicht im Laderaum von Fleuten und Clippern auf der Schiene oder Straße zu den Käufern transportieren.  Wer im Informationszeitalter mit Daten handeln will, braucht dafür auch neuartige Transportwege und Handelsplätze. Und wo die Lagerhäuser früherer Zeiten gegen Diebe, Schimmel und Ratten geschützt sein wollten, da zählen jetzt Datenschutz, Verschlüsselung, hohe Verfügbarkeit, geringe Latenz, Compliance. Die Technologie solcher Information as a Service-Plattformen bereitzustellen, erfordert Spezialkompetenzen und bietet sich zum Outsourcing an.

Ein Anbieter einer solchen Technologie ist die white duck GmbH aus Rosenheim, ein Spezialist für Software-Engineering und -Betrieb auf der Microsoft Azure Cloud, welcher in einem Kooperationsprojekt mit der IDL Unternehmensgruppe, einem Hersteller und Beratungshaus für Corporate Performance Management- und Business Intelligence-Lösungen, die PLAMONDIS-Plattform geschaffen hat. In dieser neuen Plattform steckt Spitzentechnologie, die unter anderem im Rahmen von zwei ZIM-Förderprojekten unter Begleitung durch die Spitzmüller AG entwickelt wurde. Wie sensible Business-Intelligence-Daten auf technologischer Ebene sicher, compliance-gerecht und gleichzeitig performant mit einer Cloud-Applikation ausgetauscht werden können, war die Grundsatzfrage, an deren Beantwortung auch die Bundesregierung berechtigtes Interesse zeigte. Dabei nahm die Vision einer flexiblen cloudbasierten BI-Plattform als „Standardprodukt“ erst im Laufe des Projekts ihre heutige Gestalt an. Doch das ist nicht selten so, wenn ein Unternehmen sich auf ein Förderprojekt einlässt – eine neue technologische Basis öffnet auf einmal Wege und Geschäftsmodelle, an die man vorher vielleicht gar nicht gedacht hatte und ein Dienstleister wandelt sich zum Produktanbieter.